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Dein Farbtyp beschreibt, welche Farben dein Gesicht wach wirken lassen und welche müde. Er ergibt sich aus deinen natürlichen Farben: Haut, Haar, Augen, Brauen. Drei Fragen genügen für die Grundrichtung: eher warm oder kühl, eher hell oder dunkel, eher gedämpft oder klar. Dazu kommt dein Kontrast, also wie stark sich Haar, Brauen und Haut voneinander abheben.
Eine Farbe wirkt am stärksten dort, wo sie direkt an die Haut grenzt: am Kragen, am Ausschnitt, am Hals. Ein Hemd, ein Pullover, ein Schal verändern, wie dein Gesicht wahrgenommen wird. Die richtige Farbe gibt der Haut Frische, die falsche zieht Schatten unter die Augen oder lässt dich blass wirken. Eine Hose tut das kaum, ein Schuh gar nicht. Darum teilt Stylenzio deine Farben in drei Zonen: nahe am Gesicht, als Akzent, lieber weiter unten. Eine Farbe aus der dritten Zone ist nicht verboten. Sie sollte nur nicht nahe am Gesicht sitzen oder dort, wo Haut sichtbar ist.
Die bekannteste Einteilung arbeitet mit vier Jahreszeiten. Sie fasst Unterton und Tiefe zu je einem Paar zusammen. Frühling: warm, hell, klar. Frische, goldwarme Töne wie Koralle, Camel oder Apfelgrün. Sommer: kühl, hell, sanft. Gedämpfte, kühle Töne wie Hellblau, Rosé oder Hellgrau, die ruhig wirken und nie grell. Herbst: warm, tief, erdig. Satte, warme Naturtöne wie Oliv, Rost oder Cognac. Winter: kühl, tief, kontrastreich. Klare, kräftige Farben wie Marine, Königsblau, Schwarz und Reinweiss. Vier Schubladen sind grob. Viele Männer liegen zwischen zwei Saisons, meist weil ihr Unterton weder deutlich warm noch deutlich kühl ist. Wenn du dazugehörst, bist du in guter Gesellschaft: Die Mehrheit liegt irgendwo dazwischen.
Die Zwölfer-Einteilung unterteilt jede Saison in drei Varianten. Die mittlere Variante trägt das Hauptmerkmal der Saison im Namen: Warmer Frühling, Kühler Sommer, Warmer Herbst, Kühler Winter. Die beiden anderen teilen ein Merkmal mit der Nachbarsaison und liegen damit zwischen zwei Jahreszeiten. Hell: Heller Frühling und Heller Sommer. Helle, zarte Farben wie Pfirsich, Mint oder Hellblau. Dunkle Farben wirken an diesen Typen schnell schwer. Klar: Klarer Frühling und Klarer Winter. Reine, leuchtende Farben und starke Kontraste. Sanft: Sanfter Sommer und Sanfter Herbst. Gedämpfte Töne mit etwas Grau darin, etwa Salbei, Taupe oder Taubenblau. Tief: Tiefer Herbst und Tiefer Winter. Dunkle, satte Farben wie Bordeaux, Dunkelgrün oder Marine. Wer zwischen zwei Saisons liegt, findet sich hier wieder: Ein Mann, der im Vier-Saisons-Test «zwischen Frühling und Herbst» landet, ist meist ein Sanfter Herbst oder ein Warmer Frühling. Vielleicht kennst du die englischen Namen aus Social Media: Soft Autumn und True Spring. Sie meinen dieselben Typen.
Unterton ist die Grundfarbe deiner Haut unter der Oberfläche: golden oder olivfarben heisst warm, rosig oder bläulich heisst kühl. Rötliche Wangen, Bräune oder Hautrötungen sind oberflächlich und sagen über den Unterton nichts aus. Am zuverlässigsten prüfst du ihn mit zwei Stoffen am Gesicht: Reinweiss gegen Cremeweiss, Orange gegen Pink. Die Adern am Handgelenk sind eine Stütze; bei Bräune oder Olivhaut sagen sie wenig aus. Tiefe ist die Gesamthelligkeit von Haar, Augen und Haut. Blond mit hellen Augen ist hell, Schwarz mit dunklen Augen ist tief. Die meisten Männer liegen dazwischen. Klarheit sagt, ob dir reine, leuchtende Farben stehen oder gedämpfte mit etwas Grau darin. Wer leuchtende Augen und klare Haut hat, verträgt reine Farben. Wer insgesamt weich und ruhig wirkt, wird von ihnen überstrahlt. Kontrast ist der Helligkeitsunterschied zwischen Haar, Brauen und Haut. Ein Schwarzweissfoto zeigt ihn am besten. Hoher Kontrast verträgt starke Paarungen wie Weiss zu Schwarz; weicher Kontrast wirkt in ähnlichen Helligkeiten ruhiger. Kontrast bestimmt weniger, welche Farben du trägst, sondern wie du sie kombinierst.
Der Farbtyp bleibt derselbe, wenn das Haar grau wird. Unterton und Augenfarbe ändern sich nicht. Was sich ändert, ist der Kontrast: Er wird weicher. Die Farben bleiben, Paarungen dürfen sanfter ausfallen: Marine statt Schwarz, Off-White statt Reinweiss, Anthrazit statt Schwarz zum weissen Hemd. Dasselbe gilt bei wenig oder keinem Haar; dann zählen Brauen und Bart.
Ein Fragebogen ersetzt keine Beratung mit Stoffen am Gesicht bei Tageslicht. Er liefert eine wahrscheinliche Einordnung, keine Diagnose. Am zuverlässigsten sind die Fragen, bei denen du die Wirkung am Gesicht selbst vergleichst. Wer sie zu Hause nachstellt, am Fenster mit Tageslicht, bekommt ein deutlich besseres Ergebnis als mit Erinnerung und Vermutung. Darum zeigt Stylenzio zu jedem Ergebnis, wie klar die Antworten in eine Richtung zeigen, und beim ausführlichen Test den zweitnächsten Typ dazu. Liegt der Zweittyp knapp dahinter, vergleiche beide Farb-Paletten am Gesicht.
Dein Farbtyp schreibt dir nichts vor. Er hilft dir zu entscheiden, welche Farben ans Hemd gehören und welche besser an die Hose. Im Stylomat und auf den Outfit-Seiten zeigt ein Hinweis, wie gut die Farben eines Looks zu deinem Typ passen und was am Gesicht besser wäre. In der Kapselgarderobe werden die anpassbaren Teile in deinen Farben gezeigt. Beides schaltest du im Stilprofil ein und aus.