Wir verwenden notwendige Cookies für den Betrieb der Seite. Mit deiner Einwilligung kommen anonyme Statistik und eingebettete Bilder externer Anbieter (Getty Images) dazu. Details in der Datenschutzerklärung.
Bei Hosen entscheidet der Stoff über die Formalität mehr als der Schnitt. Von den Shorts bis zur Anzughose, sortiert von locker bis formell.
Merksatz: 5-Pocket-Schnitt zieht jede Hose nach unten, Bundfalten heben sie.
Merksatz: Je glatter der Stoff, desto formeller die Hose; Struktur macht leger.
Merksatz: Eine Anzughose ohne ihr Sakko ist keine Wollhose.
Leitfaden
Drei Hosen decken fast alles ab; der Rest ist Erweiterung, nicht Grundausstattung.
Erstens: die dunkle . Gleichmässige, dunkle Waschung, gerade Beinlinie, kein Used-Look. So getragen reicht sie vom T-Shirt bis zum Sakko.
Zweitens: die in Beige. Der Allrounder aus Baumwoll-: eine Stufe als die Jeans, robuster als jede , und die natürliche Partnerin von , und .
Drittens: die graue . Der unterschätzteste Baustein der Garderobe. Sie verbindet sich mit praktisch jedem Oberteil, trägt vom Strickpullover bis zum Sakko und macht aus gewöhnlichen Kombinationen erwachsene.
Danach kommen die Spezialisten: eine olivfarbene Cordhose für den Winter, eine für den Hochsommer. Die Anzughose zählt bei alledem nicht mit; sie kommt mit dem Anzug und bleibt bei ihm.
Die häufigsten Hosenfehler sind zwei: zu eng und zu lang. Die klassische Beinlinie ist gerade und leicht verjüngt: Sie folgt dem Bein, ohne es abzuzeichnen. Skinny-Schnitte und extrem weite Beine sind beides Moden; die Mitte altert am besten. Der Bund gehört auf oder knapp über die Hüftknochen, nicht darunter. Beim ist der der Standard: Die Hose bricht einmal leicht auf dem Schuh. Sommerlich, zu Loafern und ohne Socken, darf es der No Break sein: Saum endet knapp über dem Schuh. Mehr als ein Bruch ist zu lang, Stoff der sich auf dem Schuh staut, ist keine Lässigkeit, sondern ein Änderungsauftrag.
Bei Hosen entscheidet der Stoff über die Formalität mehr als der Schnitt. Baumwolle stellt die legere Familie: (), (, Cargohose) und Rippenwebung (). Wolle stellt die dressige: glattes Tuch und luftiges für die , aufgerauter für den Winter. Leinen steht für den Sommer: kühl, atmungsaktiv, mit ehrlichem Knittern. Die Grundregel über allem: Je mehr Struktur und Textur ein Stoff zeigt, desto legerer die Hose; je glatter und feiner, desto formeller.
Wollhosen werden nicht gewaschen: lüften, ausbürsten, Flecken punktuell behandeln und nur im Ausnahmefall in die Reinigung. Baumwollhosen so selten wie möglich, kalt und auf links; am seltensten von allen. Leinen hängend trocknen und dem Knittern seinen Lauf lassen. Wollhosen danken eine eingebügelte und Zedernholz im Schrank gegen Motten. Wer drei gute Hosen rotiert statt eine zu verschleissen, hat länger etwas von allen dreien.